U.S. wheatDie Weizenanbauer in den USA leisten wichtige Beiträge bei der Gestaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Forschung und Entwicklung, über die Umsetzung agronomischer Maßnahmen, bis zu Transport und Logistik – trägt dazu bei, dass die Vereinigten Staaten ein nachhaltiger Lieferant von Weizen für den Export sind.

Nachhaltigkeit ist dabei eng mit Innovationen verknüpft. Inputfaktoren müssen reduziert und gleichzeitig Erträge gesteigert sowie eine gleichbleibend hohe Qualität garantiert werden. Verbesserte Weizensorten sind ein wichtiger Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit.

Umweltschutz: Eine Verpflichtung zu kontinuierlicher Verbesserung

  • Die Landwirte in den USA bauen in 42 US-Bundesstaaten auf 22,7 Millionen Hektar Weizen an und ernten knapp 58 Millionen Tonnen.
  • US-Weizen ist ein wassereffizientes Getreide. Nur 5 % der Weizenproduktionsfläche in den USA musste 2011 bewässert werden.
  • Seit 1980 konnten die Weizenanbauer die Weizenerträge um mehr als 25 % steigern. Für die gleiche Menge Weizen wie im Jahr 1980 nutzen sie 28 % weniger Fläche. Vor allem verbesserte agronomische Maßnahmen waren für diese positiven Entwicklungen verantwortlich. Diese umfassen u. a.:
    • eine pfluglose Bodenbearbeitung und Direktaussaat
    • den integrierten Pflanzenschutz;
    • eine präzise Bedarfsbestimmung und gezielte Ausbringung von Stickstoffdünger;
    • eine angepasste Fruchtfolge, um Krankheitszyklen zu durchbrechen und den Einsatz von Pestiziden und Fungiziden zu reduzieren sowie die Fruchtbarkeit der Böden zu verbessern.
  • Die von den Weizenproduzenten als gemeinnützige Organisationen gegründeten staatlichen Weizenkommissionen investieren jährlich über 12 Millionen US-Dollar in die Weizenforschung. Fokus dieser F&E-Bemühungen sind die Verbesserung der Nachhaltigkeit und die Erhöhung und Sicherung von Erträgen. Resistenzen und Toleranzen gegen Schädlinge und Krankheiten sowie die Reduzierung der Inputfaktoren sind wichtige Stellgrößen.
  • Bei öffentlich geförderter Weizenforschungen liegt ein Schwerpunkt auf der Verarbeitung des Erntegutes. So wird gewährleistet, dass die verbesserten agronomischen Eigenschaften nicht zu Lasten der Mahl- und Backqualität gehen.

Soziale Verantwortung: Eine Verpflichtung gegenüber zukünftigen Generationen

  • Eine wachsende Bevölkerung zu ernähren und gleichzeitig Ressourcen für nachfolgende Generationen zu bewahren, sind die Grundlagen des Weizenanbaus in den USA.
  • Die Anbaufläche beträgt heute 23 Millionen Hektar und liefert so Nahrungsmittel für Millionen von Menschen im In- und Ausland. Darüber hinaus schafft der Weizenanbau Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, aber auch in Mühlen, Bäckereien, im Einzelhandel und in Restaurants.
  • Weizen ist ein Grundnahrungsmittel. Das Getreide deckt 20 % des weltweiten Kalorienbedarfs und 20 % der Eiweißzufuhr. wheat calories
  • Eine Steigerung der Produktion und der Ausbau eines weltweiten Handels sind für die Sicherung der Nahrungsgrundlage einer wachsenden Weltbevölkerung unverzichtbar. Durch das Bevölkerungswachstum steigt z. B. die Nachfrage in äquatorialen Regionen besonders rasant, ohne dass diese Regionen in der Lage sind, Weizen in ausreichenden Mengen zu produzieren.
  • Mehr als 21 Millionen Arbeitsplätze werden in den USA durch die Lebensmittelindustrie und das verarbeitende Gewerbe geschaffen. Das sind fünfmal so viele wie in der Automobilindustrie, dem Vertrieb und dem Dienstleistungssektor zusammen.

Wirtschaftlichkeit: Eine Verpflichtung zu langfristiger Rentabilität

  • Nachhaltigkeit ist verknüpft mit intelligenten Geschäftsideen und Unternehmenskonzepten, die auf effizientere Produktionsmethoden setzen, um Ressourcen zu reduzieren und gleichzeitig die Erträge und die Qualität der Produkte zu erhöhen.
  • Eine unabhängige Studie aus dem Jahr 2010 ergab, dass jeder US-Dollar, den Weizenanbauer in den USA oder die US-Regierung in Weizenexportprogramme investierten, einen Bruttoumsatz in Höhe von 115 US-Dollar generierte.
  • Die Höhe der Weizenexporte im Jahr 2011 betrug 11,5 Milliarden US-Dollar.
  • Die landwirtschaftliche Produktion ist das Rückgrat des ländlichen Raums. Die Weizenanbauer unterstützen die lokale Wirtschaft, indem sie Betriebsmittel von lokalen Anbietern kaufen, ihre Produkte an Aufkäufer in der Region verkaufen, regionale Serviceleistungen in Anspruch nehmen und zum regionalen Steueraufkommen beitragen.
  • Ein Großteil des Weizens für den Export wird mit Binnenschiffen zu den Überseehäfen transportiert. Lastkähne der Flussschifffahrt können mit einem Liter Kraftstoff eine Tonne Fracht 245 Kilometer transportierten. Das sind 179 Kilometer mehr als mit einem Lkw möglich ist.
  • Darüber hinaus wird der Weizen über das Schienennetz zu den Export-Terminals transportiert. Eisenbahnen gelten als die Transportmittel, die auf dem Landweg den geringsten Kraftstoffverbrauch aufweisen. Die Bahn ist dreimal effizienter als der Transport mit Lkws. Über die Schiene können mit nur einem Liter Kraftstoff bis zu eine Tonne Fracht 213 Kilometer weit transportiert werden.

 

Quellen:
Wheat 101: Key Facts About the World’s Essential Grain, National Association of Wheat Growers.
Field to Market (2012 V2). Environmental and Socioeconomic Indicators for Measuring Outcomes of On-Farm Agricultural Production in the United States, Dezember 2012.
USDA Economic Research Service, Wheat Yearbook Data Set, September 2015.

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