Organic trade associationDie Biolandwirtschaft in den USA basiert auf Verfahren, die die Umwelt nicht nur schützen, sondern auch verbessern. Die Biobauern haben verstanden, dass „das, was man mit dem Boden macht, einen starken Einfluss auf das hat, was man wieder herausbekommt“.

Aus diesem Grund vertrauen sie bei der Entwicklung der Anbausysteme auf natürliche Prozesse und Materialien. Die Anbausysteme leisten ihren Beitrag zur Bodenfruchtbarkeit, Pflanzen- und Tierernährung, Schädlings- und Unkrautbekämpfung, zum Erreichen der Produktionsziele und dem Erhalt der biologischen Artenvielfalt.

Umweltschutz: Eine Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung

  • In 2015 waren über 2,45 Millionen Hektar (9,80 Millionen Morgen) der amerikanischen landwirtschaftlichen Fläche als bio klassifiziert. USDA Organic top 3 seals
  • Die amerikanischen Bio-Verfahren arbeiten dahin gehend, die Kohlenstofffixierung zu maximieren – bei gleichzeitiger Minimierung des Kohlenstoffverlusts – um somit den Treibhauseffekt umzukehren.
  • Die amerikanischen Biobauern sind bestrebt, die natürlichen Lebensräume zu erhalten und zu schützen. Eine vielfältige biologische Landschaft hilft Menschen zu ernähren und die Erde zu schützen.
  • Der amerikanische biologische Anbau beinhaltet die Verwendung von Zwischenfrüchten, Grün- und tierischen Düngern sowie Fruchtfolgen, um die biologische Aktivität zu maximieren, und somit die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten.
  • Die biologischen landwirtschaftlichen Anbausysteme in den USA helfen die Gesundheit sowie die Population wichtiger Fruchtbestäuber, vornehmlich Bienen, zu stärken. Denn die Population der Bienen hat in den letzten 10 Jahren abgenommen, was sich im Umkehrschluss negativ auf die globale Nahrungssicherheit auswirken könnte.
  • In der Tierproduktion nutzen die amerikanischen Biobauern Rotationsweiden und verschiedene Futterpflanzen sowie alternative Veterinärmedizin zum Wohle des Tieres.
  • Alle Biobetriebe in den USA ermöglichen den Tieren einen Zugang ins Freie, damit sich die Tiere in einer natürlichen Umgebung bewegen können.
  • Die Schädlingsbekämpfung auf Biohöfen stützt sich auf die „PAMS“-Strategie: Prävention, Vermeidung, Überwachung und Aufhebung (Prevention, Avoidance, Monitoring, Suppression).

Gesellschaftliche Verantwortung: Eine Verpflichtung zukünftigen Generationen gegenüber

  • Die amerikanische Biolebensmittelproduktion bietet den Verbrauchern eine Auswahl, die dazu beitragen kann, individuellen gesundheitlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.
  • Biolebensmittel sind reich an Nährstoffen wie Eisen, Magnesium und Vitamin C, die für eine gute Gesundheit unverzichtbar sind.
  • 26 % der amerikanischen Biobauern sind unter 45 Jahre alt. Darüber hinaus handelt es sich bei Bioproduzenten höchstwahrscheinlich um „neue“ Landwirte. Denn 27 % dieser Landwirte haben erst in den letzten 10 Jahren mit der Landwirtschaft begonnen.
  • Mehr als 3.000 amerikanische landwirtschaftliche Betriebe sind gerade dabei, auf Bioproduktion umzustellen.
  • Es gibt 296 Bioinspektoren in den USA.
  • Die USA hatten in 2014 über 50 IFOAM-Vertragspartner (Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegung).

Wirtschaftliche Rentabilität: Eine Verpflichtung zu einer langfristigen Funktionsfähigkeit

  • Es gibt über 19.500 Biobetriebe in den USA. Das ist ein Anstieg um rund 250 % seit 2002.
  • Die Nachfrage der Verbraucher hat sich seit den 1990ern jedes Jahr verdoppelt. Die Bio-Umsätze sind von 3,6 Milliarden $ in 1997 auf über 39 Milliarden $ in 2014 angestiegen.
  • 51 % der amerikanischen Familien kaufen mehr Bioprodukte als vor einem Jahr.
  • Nahezu jeder dritte oder vierte konventionelle Lebensmittelhändler bietet inzwischen Bioprodukte an. Für Bioprodukte gibt es meist einen deutlichen Preisaufschlag gegenüber konventionellen Produkten.
  • In 2014 wurden über eine halbe Milliarde Dollar an amerikanischen Bioexporten verzeichnet.
  • In der Kategorie Biofrüchte und -gemüse wurden in 2014 11,6 Milliarden $ an Umsatz erwirtschaftet. Das ist ein Anstieg um 15 % seit 2012.
  • 94 % der Biobetriebe in den USA planen, das Beschäftigungsniveau beizubehalten oder Leute einzustellen.
  • Die amerikanische Bionahrungsmittelindustrie hatte in 2010 über 500.000 Jobs in Amerika geschaffen.
  • In der amerikanischen Wirtschaft werden für jede 1 Milliarde $ Umsatz mit Bioprodukten im Einzelhandel 21.000 weitere Jobs geschaffen.

 

Quellen:

Transitioning to Organic Production. U.S.Department of Agriculture, Sustainable Agriculture Research & Education, 2006. 2010 Impacts of the U.S. Organic Foods Industry on the U.S. Economy. M+R Strategic Services. Von der Organic Trade Association in 2012 veröffentlicht.
Overview of Organic Agriculture. Economic Research Service, U.S. Department of Agriculture. Im Juni 2015 aktualisiert.

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Nachhaltige Verfahren im Überblick:

Seit 1980 konnten die Weizenanbauer die Weizenerträge um mehr als 25 % steigern. Seit 1980 konnten die Weizenanbauer die Weizenerträge um mehr als 25 % steigern. Für die gleiche Menge Weizen wie im Jahr 1980 nutzen sie 28 % weniger Fläche.