Baumwolle wird seit mindestens 7.000 Jahren als Naturfaser verwendet, um Kleidung und Stoffe herzustellen. Von den tausenden Baumwollerzeugern in den USA, die überwiegend Familienbetriebe sind, haben sich 100 % dazu verpflichtet, ihre Produktion kontinuierlich nachhaltiger zu gestalten.

Damit unterstützt die Branche das Ziel, auch zukünftigen Generationen eine hohe Lebensqualität zu sichern. Die Baumwollindustrie verbessert durch eigene Forschung nachhaltige Produktionsweisen, um sowohl wirtschaftlicher arbeiten zu können als auch die natürlichen Ressourcen zu schonen. Daher kann die Baumwollindustrie in den USA seit 1980 auf beachtliche Erfolge zurückblicken: die Bodenerosion nahm ab und der Wasserverbrauch, die Arbeitsstunden, der Stromverbrauch sowie die Treibhausgas-Emissionen konnten reduziert werden. Diese Erfolge hat das Bündnis „Field to Market: The Alliance for Sustainable Agriculture“ eindrucksvoll dokumentiert.

Verantwortung für die Umwelt: Eine Verpflichtung zu kontinuierlicher Verbesserung

  • Dank moderner Technologien konnten Landwirte in den USA den Baumwollertrag pro Hektar seit 1980 verdoppeln und gleichzeitig den Verbrauch von Wasser und Pestiziden reduzieren.
  • Sowohl konventionell als auch ökologisch erzeugte Baumwolle wird in den USA nachhaltig produziert und erfüllt die Normen der entsprechenden Umweltsiegel.
  • Baumwolle

    In Baumwollfasern und-samen wird mehr Kohlenstoff pro Hektar gebunden, als während der Produktion in die Atmosphäre abgegeben wird.

    Weltweit werden der Atmosphäre durch den Baumwollanbau 36 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2 Die in den USA angebaute Baumwolle hat daran einen Anteil von 16 % (rund 5-6 Millionen Tonnen).

  • Bei der letzten Erhebung im Jahr 2008 zeigte sich, dass bei 44 % der konventionell arbeitenden US-Baumwollproduzenten keine Blattinsektizide eingesetzt wurden. Bei fast einem Drittel der US-Baumwollproduktion kamen überhaupt keine Insektizide zum Einsatz.
  • Die nachfolgenden Zahlen demonstrieren die Verbesserungen in der US-Baumwollproduktion in Sachen Nachhaltigkeit. Sie stammen aus der Publikation „Environmental and Socioeconomic Indicators for Measuring Outcomes of On-Farm Production in the United States“ (2016) des Bündnisses “Field to Market: The Alliance for Sustainable Agriculture“. Sie beziehen sich auf den Zeitraum 1980 bis 2015. Der Dachverband der US-Baumwollindustrie ist ein Gründungsmitglied dieses Bündnisses.
  • Es wurden fast 50 % der Anbauflächen eingespart.
  • Die Bodenerosion nahm um 35 % ab.
  • Der Wasserverbrauch zur Bewässerung der Felder sank auf den Anbauflächen um fast 80 % pro Produktionseinheit. Auch in absoluten Zahlen verringerte sich der Verbrauch um über 50 %.
  • Der Energieverbrauch reduzierte sich um über 50 %.
  • Die Treibhausgas-Emissionen sanken um 40 %.

Soziale Verantwortung: Eine Verpflichtung gegenüber zukünftigen Generationen

  • Baumwollsamen werden in den USA als Lebensmittel (z. B. in Form von Baumwollsamenöl) und als Futtermittel (beispielsweise für Milchkühe) eingesetzt. Die Baumwollproduktion unterliegt somit den Richtlinien für Nahrungspflanzen. Sämtliche Pflanzenschutzmittel, die in der Produktion von Baumwolle eingesetzt werden, sind – wie bei jeder anderen in den USA produzierten Nahrungspflanze – streng reguliert.
  • Die Vliesstoffindustrie ist ein wichtiger Produktionszweig. Es werden Produkte wie Verbandsmaterial für medizinische Zwecke, Feuchttücher und Kosmetikprodukte hergestellt.
  • Im Jahr 2015 wurde 13 % der weltweit produzierten Baumwolle in den USA angebaut. Für zwei Drittel der in den USA produzierten Baumwolle reicht allein Regenwasser zur Wasserversorgung der Felder aus. Das eingesparte Wasser kann somit für andere Zwecke genutzt werden. Wird eine zusätzliche Bewässerung benötigt, setzen Landwirte fortschrittlichste Bewässerungsmethoden ein, die den Wasserverbrauch auf ein Minimum reduzieren.
  • Der Dachverband der US-Baumwollindustrie ist ein Gründungspartner von Cotton LEADS®, einem Programm zur Förderung von verantwortungsbewussten Anbaupraktiken.
  • Der von Cotton Incorporated herausgegebene Lifestyle Monitor™ zeigt: Fast 90 % der US-Verbraucher sind überzeugt, dass der Baumwollanbau und die Produktion daraus hergestellter Faserstoffe und Textilien keine Umweltprobleme bereiten.

Wirtschaftlichkeit: Eine Verpflichtung zu langfristiger Rentabilität

  • Die etwa 18.000 amerikanischen Baumwollproduzenten erfüllen die strengen regulatorischen Anforderungen in den USA und sind dem Grundsatz verpflichtet, kontinuierlich nachhaltiger zu agieren.
  • Baumwolle

    Baumwolle produziert auch Baumwollsamen, der in Nahrungsmitteln und Tierfutter verwendet wird, und somit werden Pflanzenschutzmittel wie in jeder anderen Nahrungsmittelpflanze in den USA reguliert.

    Die Produktion und Verarbeitung von Naturfasern schafft Arbeitsplätze für weltweit Hunderte von Millionen Menschen, insbesondere in den Entwicklungsländern. Hunderte Milliarden US-Dollar werden über die gesamte Wertschöpfungskette mit Baumwolle erwirtschaftet.

  • In der Primärproduktion von Baumwolle sind in den USA mehr als 125.000 Menschen beschäftigt. Der Umsatz in dieser Branche beträgt 70 Milliarden Euro
  • Baumwolle wird von Virginia bis Kalifornien in 17 Bundesstaaten auf 25 Millionen Hektar angebaut.
  • Die Zahl der Arbeitsstunden in der US-Baumwollproduktion sinkt kontinuierlich. Zwischen 1980 und 2015 konnte die Arbeitszeit pro Hektar um 78 % und pro Tonne um 82 % reduziert werden.
  • Die Umfrageergebnisse des von Cotton Incorporated herausgegebenen Lifestyle Monitor™ zeigen, dass 53 % der US-amerikanischen Verbraucher mehr für Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle ausgeben würden.


Quellen:
U.S. Cotton: https://cottonusa.org/sustainability
Cotton LEADS:  http://www.cottonleads.org/responsible-cotton/
Cotton Incorporated Lifestyle Monitor:  http://lifestylemonitor.cottoninc.com
Field to Market (2016). “Field to Market: The Alliance for Sustainable Agriculture, 2016 Environmental and Socioeconomic Indicators for Measuring Outcomes of On-Farm Production in the United States.” Available at www.fieldtomarket.org

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